Beton

Normalbeton hat primär die Aufgabe, statische Lasten aufzunehmen. Dabei kann reiner Beton wesentlich besser auf Druck als auf Zug belastet werden. Die Zuglasten werden vom im Beton befindlichen Stahl aufgenommen. Sogenannten Bewährungen. Man spricht dann von ariertem Beton.

Sehr günstig ist dabei die Tatsache, dass die Wärmeaudehnung von Stahl und Beton sehr ähnlich ist. Armierter Beton dehnt sich also bei Temperaturschwankungen zusammen mit den Bewährungen aus, so dass im armierten Bauteil nur geringe Eigenspannungen auftreten.

 

Es gibt je nach Beanspruchung und Umgebungseinflüssen sehr unterschidliche Arten von Beton. Mehr Informationen finden sie hier.

 

 

Beton im Wärmeschutz

 

Jeder Baustoff wird im Wärmeschutz primär durch seine Wärmeleitfähigkeit definiert. Im folgenden sind Anhaltswerte der Wärmeleitfähigkeiten einiger Betonarten im Vergleich zu anderen Baustoffen aufgelistet:

Baustoff Wärmeleitfähigkeit (ungefähr)
  [W/mK]
Beton (Rohdichte 1800 kg/m³) 1,15
Beton (Rohdichte 2000 kg/m³) 1,35
Beton armiert 1% 2,3
Leichtbeton 0,13...1,1
Porenbeton 0,07...0,3
Vollklinker 0,8...1,4
Bimsstein (natur) 0,24
Hochlochziegel 0,27...1
Mineralwolle (Standarddämmung) 0,032...0,04

Im Wärmeschutz ist die Unterscheidung in folgende Betonarten relevant:

 

1. Normalbeton

Normalbeton ist Beton ohne Zugabe von Zuschlagstoffen zur Reduktion der Wärmeleitfähigkeit. Normalbeton kann armiert sein, was die Wärmeleifähigkeit beeinflusst.

 

2. Leichtbeton

Leichtbeton enthält Zuschlagstoffe oder besteht aus einem Gefüge, so dass die Wärmeleitfähigkeit veringert wird, der Dämmwert also verbessert wird. Der Name ist dadurch begründet, dass grundsätzlich leichtere Baustoffe auch in der Tendenz eine geringere Wärmelaitfähigkeit haben.

 

3. Porenbeton

Im Porenbeton wird die Verringerung der Wärmeleitfähigkeit durch eingeschlossene Luftporen erzielt. Dabei sind durch die statische <festigkeit und allgemein durch die Alltagstauglichkeit jedoch Granzen gesetzt. Die technisch erreichbare Grenze liegt bei ungefähr bei 0,06 W/mK (Stand 2016).

 

 

Dämmung von Bauteilen aus Beton

 

Grundsätzlich läßt sich festhalten, dass Normalbeton und insbesondere armierter Normalbeton keine guten Dämmeigenschaften hat. Im Wärmeschutz müssen Betonbauteile zusätzlich gedämmt werden.

 

1. Dämmung von flächigen Bauteilen aus Beton

Beispiele sind hier die Bodenplatte oder ein Flachdach. Vorzuziehen ist wie bei allen Bauteilen eine Außendämmung als anerkannte Regel der Technik.

 

/// Bild 1: Dämmung Betondecke eines Flachdaches ///

 

/// Bild 2: Dämmung einer Kellerwand ///

 

2. Dämmung von Wärmebrücken

Beispiele für Wärmebrücken und deren Dämmung, die typischerweise durch Betonbauteile entstehen sind:

- Durchdringungen wie Balkone oder Vordächer, die thermisch entkoppelt oder komplett mit einer Dämmung umschlossen werden können

- Der Sockelbereich, für den häufig eine Perimeterdämmung vorgesehen werden kann

- Betonfundamente, die ebenfalls gedämmt werden können

 

/// Bild 3: Balkon mit Isokorp ///

 

/// Bild 4: Perimeterdämmung eines Sockels ///

 

/// Bild 5: Flankendämmung Fundament ///

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© Christoph Mevenkamp