Flachdach

Flachdachkonstruktionen

 

Man unterscheidet zwischen Warmdächern, Umkehrdächern und Kaltdächern.

 

1. Warmdach (einschaliges Dach)

 

Das Warmdach ist konstruktiv von außen nach innen aus folgenden Schichten aufgebaut:

 

- Schüttung

- Abdichtung

- Wärmedämmung

- Dampfbremse

- Ausgleichschicht, um machanische Spannungen in der Dampfbremse zu reduzieren

- Tragschicht (meistens aus Beton)

 

// Bild - Warmdach (Wikipedia) //

 

Warmdächer sind anerkannte Regel der Technik und beherrschbar hinsichtlich des Feuchteschutzes und des Wetterschutzes.

Die Dampfbremse reduziert bei korrekter Umsetzung eine Diffusion von Feuchtigkeit in die Dämmschicht. Die Dachabdichtung verhindert das Eintreten von Regenwasser in die Dämmschicht.

Hierbei sind die Anschlüsse an die Dachränder sowie an Durchdringungen (z.B. Lüftungsrohre) entscheidend.

 

2. Umkehrdach

 

Das Umkehrdach ist konstruktiv von außen nach innen aus folgenden Schichten aufgebaut:

 

- Schüttung

- Schutzschicht (Vlies)

- Wärmedämmung

- Abdichtung

- Tragschicht (meistens aus Beton)

 

// Bild - Umkehrdach (Wikipedia) //

 

Das Umkehrdach hat eine über der Abdichtung liegende Dämmschicht. Daher kommen Dämmstoffe zum Einsatz, die wasserfest sind, üblicherweise XPS. Allerdings muss bei dieser Konstruktion darauf geachtet werden, dass der untere Teil der Dämmung nicht dauerhaft durchfeuchtet, da hierdurch die Dämmwirkung erheblich reduziert wird und es zu Bauteilauskühlung kommt.

Die Vlies über der Dämmschicht schützt vor einem Eindringen von Ablagerungen in die Dämmschicht und hat zudem die Aufgabe, einen Großteil des Regenwassers abzuleiten. Das noch in die Dämmschicht eindringende Wasser kann durch diese diffusionsoffene Schutzschicht durch Verdampfung wieder entweichen.

 

Leichte Nachteile des Umkehrdaches ergeben sich im Wärmeschutz, da das Wasser in der Dämmebene der Umgebung durch Verdunstung zeitweise Wärme entzieht. Durch die geringere Temperatur des Bauteils steigen die Wärmeverluste. Diese Verluste treten nur während der Verdunstungszeiten auf.

 

3. Kaltdach

 

Ein Kaltdach ist ein zweischaliges Dach. Der konstruktive Aufbau ist wie folgt:

 

- Obere Tragschicht (z.B Holzschalung)

- Belüftungsebene

- Wärmedämmung

- Dampfbremse

- Untere Tragschicht (meistens aus Beton)

 

// Bild - Kaltdach(Wikipedia) //

 

Das Kaltdach kann durch die Belüftungsebene einen sehr guten Feuchteabtransport aus der Dämmebene ermöglichen, wenn folgende konstruktive Merkmale erfüllt sind:

 

- Die Lüftungsebene ist ausreichend hoch

- Die Zu- und Ablassöffnungen sind ausreichend dimensioniert

- Die Zu- und Ablassöffnungen sind windexponiert

- Der Luftstrom wird nicht durch Hindernisse zu stark gestört

 

Nachteile:

 

- Der erhöhte Aufwand bei Planung und Umsetzung

- Höherer Preis

- Größere Konstruktion hinsichtlich Gewicht und Gesamtdicke

 

Vorteile:

 

- Sehr guter Feuchteschutz bei korrekter Belüftung

- Besserer Wärmeschutz im Sommer, da die Sonneneinstrahlung nicht direkt auf die innere Schale. Das Gebäude selbst liegt im Schatten

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© Christoph Mevenkamp