Diffusionswiderstand

Der Diffusionswiderstand gegenüber dem Eindringen von Wasserdampf in einen Baustoffes (auch Dampfsperrwert genannt) wird unter Laborbedingungen gemessen. Je höher der Wert ist, desto schwerer dringt Wasserdampf in den Baustoff ein. Anhaltswerte für einige Stoffe finden sie hier.

Dabei wird unterschieden, ob der Baustoff bereits feucht oder noch trocken ist, und es werden beide Werte angegeben. Der Planer rechnet dann mit dem ungünstigeren Wert.

 

Der physikalische Mechanismus ist sehr komplex und soll hier nicht weiter beschrieben werden. Viel anschaulicher dagegen ist der sogenannte sd - Wert, der allerdings ein Bauteil und keinen Baustoff beschreibt. Er ist das Produkt aus dem Diffusionswiderstand und der Dicke des Bauteils und gibt an, wie dick eine ruhende Luftschicht sein müsste, um die gleiche Diffusion von Wasserdampf in das Bauteil zuzulassen. Zwei Beispiele:

 

Trockener Beton hat einen Diffusionswiderstand von ca. 60. Eine Schicht von 10 cm Beton hat also einen sd - Wert von 6 m und lässt damit die gleiche Diffusion zu, wie eine 6 m dicke, ruhende Luftschicht.

 

Polyethylen (PE - Folie) hat einen Diffusionswiderstand von 100000. Eine 0,5 mm dicke PE - Folie hat dann einen sd - Wert von 50 m.

 

Die 0,5 mm dicke PE - Folie lässt also ca. 12 % der Diffusion zu, die eine 10 cm Betonschicht zulässt.

Einige Baustoffe werden auch als vollkommen diffusionsdicht angenommen, insbesondere Glas und Metalle.

 

 

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© Christoph Mevenkamp